19.09.2025
Demenz: Wenn das Gedächtnis schwindet
wie Sie als Angehöriger wirklich helfen können
Wenn ein geliebter Mensch an Demenz erkrankt, verändert sich der Alltag für alle Beteiligten. Die anfängliche Verunsicherung, die vielen Fragen und die Sorge um die Zukunft sind ganz normal. Als Angehöriger stehen Sie vor einer großen Herausforderung, die viel Kraft und Geduld erfordert. Sie sind nicht allein.
Dieser Beitrag soll Ihnen helfen, die wichtigsten Aspekte der Pflege bei Demenz zu verstehen und Ihnen praktische Tipps an die Hand geben.
Kommunikation: Das A und O in der Demenz-Pflege
Die Kommunikation mit einem Menschen mit Demenz ist anders, aber sie ist entscheidend.
Wenn die Sprache nachlässt, gewinnen andere Dinge an Bedeutung:
Seien Sie geduldig:
Sprechen Sie in einfachen, kurzen Sätzen. Geben Sie der Person genug Zeit, um zu antworten oder zu reagieren.
Nonverbale Signale:
Achten Sie auf Körpersprache und Mimik. Ein Lächeln, eine sanfte Berührung oder ein Blick können
mehr sagen als viele Worte.
Stimmen Sie sich ab:
Wenn der oder die Betroffene etwas Verwirrendes sagt, korrigieren Sie nicht direkt. Versuchen Sie stattdessen,
die Emotion hinter dem Gesagten zu verstehen.
Eine strukturierte Tagesroutine gibt Sicherheit
Menschen mit Demenz profitieren enorm von einer festen Tagesstruktur. Routinen reduzieren Verunsicherung
und Ängste, da sie ein Gefühl von Kontrolle und Vorhersehbarkeit vermitteln.
Feste Zeiten:
Planen Sie Mahlzeiten, Aufsteh- und Schlafenszeiten sowie Aktivitäten zu festen Zeiten.
Rituale schaffen:
Kleine Rituale, wie das gemeinsame Hören von Musik am Morgen oder ein fester Spaziergang am Nachmittag,
können Ankerpunkte im Alltag sein.
Entspannter Tagesablauf:
Vermeiden Sie unnötigen Stress und Zeitdruck. Nehmen Sie sich die Zeit, die gebraucht wird.
Sicherheit im häuslichen Umfeld gewährleisten
Die eigene Wohnung ist für viele Senioren mit Demenz ein wichtiger Ort der Geborgenheit.
Allerdings können vertraute Gegenstände oder Orte zu Risiken werden.
Sturzprävention:
Entfernen Sie Stolperfallen wie lose Teppiche. Sorgen Sie für gute Beleuchtung, besonders in Fluren und Treppenhäusern.
Gefahrenquellen sichern:
Überprüfen Sie Herdplatten, Gas und Wasserhähne. Es kann sinnvoll sein, Rauch- und Gasmelder zu installieren.
Einfache Orientierung:
Hängen Sie Fotos oder Schilder an Türen, um die Orientierung zu erleichtern (z. B. ein Bild vom Badezimmer).
Professionelle Unterstützung ist keine Schwäche
Der Wunsch, die häusliche Pflege allein zu stemmen, ist verständlich. Doch die Belastung kann auf Dauer zu groß werden.
Es ist keine Schwäche, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sondern ein Zeichen von Stärke.
Der Aronia Pflegedienst steht Ihnen und Ihrem Angehörigen zur Seite.
Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Unterstützung, die Ihren Alltag entlastet.
Unsere Leistungen umfassen unter anderem:
Grundpflege:
Hilfe bei Körperpflege, Anziehen und Mobilität.
Betreuung:
Wir beschäftigen uns mit Ihren Angehörigen, um geistige Fähigkeiten zu fördern und Ihnen eine Auszeit zu ermöglichen.
Beratung:
Wir beraten Sie zu Themen wie Pflegegrad und Leistungen der Pflegeversicherung.
Mit der richtigen Unterstützung können Sie die Herausforderungen des Alltags besser meistern und sich wieder auf die
schönen Momente mit Ihrem Angehörigen konzentrieren.
Wenn Sie Fragen zu unseren Leistungen haben, zögern Sie nicht, uns anzurufen. Wir sind für Sie da.
FAQ
Die Pflegekasse bietet verschiedene Leistungen an, je nach Pflegegrad. Dazu gehören Pflegegeld, Pflegesachleistungen (für einen Pflegedienst) oder die Verhinderungspflege. In der Regel benötigen Sie einen Antrag bei der Pflegekasse und eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD).
Ambulante Pflege (häusliche Pflege) bedeutet, dass die Person im eigenen Zuhause von einem Pflegedienst betreut wird. Stationäre Pflege findet in einem Pflegeheim statt. Die Entscheidung hängt vom Grad der Demenz und der familiären Situation ab.
Das ist sehr sensibel. Es ist ratsam, offen, aber behutsam zu sein. Verwenden Sie einfache Sätze und vermeiden Sie Fachbegriffe. Es kann hilfreich sein, in "Ich"-Botschaften zu sprechen ("Ich mache mir Sorgen...") anstatt Vorwürfe zu machen ("Du vergisst immer...").
Das ist entscheidend. Suchen Sie sich Entlastung und reden Sie offen über Ihre Gefühle, zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe oder mit Freunden. Nehmen Sie die angebotene Hilfe an und planen Sie bewusst Zeiten für sich selbst ein.